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Bester Film des ICFF: CYCOLOGIC

Die Filmemacherin Emilia Stålhammer aus Malmø nahm die Goldene Kurbel des 11. ICFF persönlich entgegen. Ihr Film ‚Cycologic’ wurde von der zehnköpfigen Expertenjury einstimmig als herausragendes filmisches Werk gewürdigt. Stålhammer und ihr Team erzählen behutsam und mit erstaunlichem Blick für’s Detail die Geschichte von Amanda Ngabirano aus Uganda. Sie kämpft in Kampala für den Bau von Radwegen. Ein wahnwitziges Unterfangen, wie die Bilder des dort herrschenden motorisierten Verkehrschaos’ zeigen. Amanda tritt überzeugend für das Fahrrad ein, in einem Umfeld, das Investitionen in eine Fahrradinfrastruktur mehrheitlich als Privileg der entwickelten Welt ansieht. Darüber hinaus widmet sich der Film dem Fahrrad als Werkzeug im Kampf um Emanzipation, um Menschenwürde, und als Signal einer sicheren Gesellschaft und fortschreitenden Gleichstellung zwischen Frauen und Männern: „Eine Frau, die Fahrrad fährt, ist weniger ein Zeichen von Mut und Furchtlosigkeit, sondern signalisiert, dass die Straßen sicher sind“, so Amanda. Ihr Einsatz für Frauen und Fahrräder ist Teil einer funktionierenden Zivilgesellschaft im besten Sinne.