Das klassische Format – Herr Mono interviewt das ICFF

Herr Mono: Liebes ICFF, seit 11 Jahren seid Ihr ein fester Anker der radkulturellen Szene dieses Planeten. Die einen behaupten, sie könnten sich ein Leben ohne ICFF gar nicht mehr vorstellen, die anderen sagen, Ihr schlafft zusehends ab. Da geht die Schere ganz schön auseinander. Euer Kommentar dazu?
ICFF: Haha, „schlaff“, von wegen! Um im Bild zu bleiben: Das ICFF ist der Turm der Kathedrale der Fahrradkultur, die in wilder Brandung am Fels der Filmkunst vor Anker liegt. Was war noch mal mit der Schere?

Herr Mono: In eigener Sache: Immer wieder werden Stimmen laut, die behaupten, das Festivalprogramm sei überfrachtet und müsste nach über 10 Jahren endlich mal entschlackt, runderneuert oder zumindest komplett facegeliftet werden. Als erster Kandidat für die Abschussliste wird der DJ gehandelt. Unter uns Pastorentöchtern: Nur ein Gerücht, um den Preis zu drücken, oder gibt es demnächst Film-Vinyl im Jobcenter?
ICFF: Facelift, Abschussliste, das ist Gossenbusiness-Jargon. Aber deswegen ist es inhaltlich nicht falsch, auch wenn wir nicht gleich mit dem Botox-Revolver schießen. Auf den „Pianisten“ des ICFF, Sie verstehen?

Herr Mono: In der Vergangenheit ist es zu immer mehr Auslandsgastspielen des ICFF gekommen. Ist das mit dem vorhandenen Material und dem aktuellen Personalstamm überhaupt noch zu bewerkstelligen? Wie man hört, hat sogar Russland an die Tür von Schloss Wielert geklopft. Wie soll das in Zukunft weitergehen? Gibt es überhaupt noch eine Zukunft und wenn ja, wer sorgt bei Euch dafür, dass diese Zukunft mehr ist, als die Zeit, die subjektiv gesehen der Gegenwart nachfolgt???
ICFF: Wir liegen sicher nicht in der Sonne herum und lesen die drei Fragezeichen. Sondern fahren nach Russland und bohren nach Leinöl, du Teetopf!

[Ein weiteres, historisches Intervies hier]

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