Interview mit DJ Mono

…unser Mann an den Plattenspielern

ICFF: Schöne Klänge in Mono haben wir 2009 gehört. Welche Schippe legst Du dieses Jahr drauf?

DJ Mono:Immer die gleichen Fragen. Immer höher, schneller, weiter. Mich ödet dieser spätkapitalistische Wachstumswahn an. Auch das ICFF droht mentales Fett anzusetzen. Die Pölsterchen sind schon zu sehen.

ICFF: Mentale Diät, Bio-Eis und Homöopathie für Haustiere sind auch nicht gerade originell…

DJ Mono: Wir müssen uns fragen: „Haben wir unsere Ideale zu billig an den schnöden Mammon verkauft?“ Die Anwort lautet: Dreimal ja. Ich werde deswegen an diesen besonderen Abend ein unmißverständliches musikalisches Zeichen gegen diesen Trend setzen. Die Gemütlichkeit muss aufhören, das geistige Fett wieder abgeschwitzt werden. Dafür werde ich das Haus rocken, bis der Sandmann kommt, weil wir definitiv keine neuen Helden brauchen!

ICFF: Wir freuen uns auf die Therapie!

DJ Mono: Viele werden dann fragen: „Ist der MONOtheismus der einzig seligmachende Weg aus dieser Krise? Ich aber sage: „Ich weiß es nicht, möglicherweise führt er direkt in die nächste hinein. Aber ein Leben in Stereo kann ich mir kaum noch vorstellen.“