Es war ein großartiges neuntes ICFF…

…mit 250 Zuschauer/innen, 16 plus vier Filmen, einer Band (G.O.F.T.A.), veganem Bananencurry (Velokitchen Dortmund), dem Haselnussrad, den Soundkitchen-Soundfahrrädern – damit sind gerade mal einige der zahllosen Höhepunkte der geballten Fahrradkultur genannt. Wir bedanken uns bei allen Filmschaffenden, bei allen Beteiligten, Unterstützer/innen und natürlich beim Publikum!

ICFF 2014
Das wundervolle Publikum des ICFF

Der filmische Gewinner des diesjährigen Festivals des Fahrrad-Films ist der Tanzfilm „The Bell“ aus Litauen. Filmemacher Pijus Mickus erzählt dem Publikum die Geschichte über den Traum vom eigenen Fahrrad, der einem Mädchen von ihren fürsorgenden Eltern erfüllt wird. Deren Geschenk hat aber einen Haken: Die Klingel läutet nicht, so dass die junge Besitzerin die Fahrt zur Reparatur antritt. Doch die Radtour durch die litauische Waldlandschaft erweist sich als hindernisreich: Ein Defekt folgt auf den nächsten, das neue Fahrrad zerfällt Stück für Stück. „The Bell“ zeigt ausdrucksstarken, perfomativen Tanz von Indrė Pivoraitė mit ihrem Fahrrad als kongenialer Tanzpartner. Von diesem bleibt am Ende nichts als die Klingel übrig, die repariert mit hellem Klang den Film beendet.

Der deutsche animierte Kurzfilm „ich fahre mit dem fahrrad einer halben stunde an den rand der atmosphere“ bekommt den zweiten Preis des Festivals. Filmemacher Michael Klöfkorn setzt sich auf’s Rad und besucht auf 14 Kilometern verschiedene irritierende Momente, die Geschichte und Gesellschaft bereit halten. Die bildgewaltige Fahrt berührt die Psychoanalyse der Berliner Siegessäule ebenso wie kapitalistischen Schweinezyklen und andere soziokulturelle Merkwürdigkeiten.

Auf Platz drei landet die israelische Produktion „Cycle“. Amir Porats und Mor Israelis kunstreich gezeichneter Kurzfilm entstand in lediglich fünf Tagen: Der Film zeigt verschiedene Figuren in Bewegung, liebenswerte Alltagsgestalten, die sich wie in einem imaginären Fahrradrennen bewegen.

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Die Drei Goldenen Speichen, eigens aus Krakau eingeflogen

Das Publikum hat den Reisebericht „Panamerican Childhood“, gedreht von Lea und Gregor Speth, zu seinem Lieblingsfilm gewählt. Hier steht das Mädchen Ronja im Mittelpunkt, etwa zwei Jahre alt. Sie erläutert ihre Sicht und Erlebnisse während einer zweijährigen Fahrradreise von Alaska nach Feuerland. Das Berliner Filmemacherduo konnte in Herne zudem den Filmpreis „Trzy Złote Szprychy“, die Drei Goldenen Speichen entgegen nehmen. Dies ist der Preis des Publikums der Krakauer Ausgabe des ICFF 2014, den „Panamerican Childhood“ ebenfalls gewonnen hatte.

+++EILMELDUNG+++

Der Tanzfilm The Bell von Pijus Mickus aus Litauen gewinnt die Goldene Kurbel des 9. Internationalen Festivals des Fahrrad-Films. Ein Film über den Traum vom eigenen Fahrrad sowie einer zunächst defekten und schließlich reparierten Klingel…

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Auf dem zweiten Platz: Ich fahre mit dem fahrrad in einer halben stunde an den rand der atmosphäre, Filmkunst aus Frankfurt vom Filmemacher Michael Klöfkorn. Der dritte Preis des Festival geht nach Israel: Die Preisträger sind Amir Porat und Mor Israeli für ihren kurzen Animationsfilm Cycle.

Der Preis des Publikums geht nach Berlin: Gewählt wurde Panamerican Childhood von Lea, Gregor und Ronja Speth.

Mehr Infos in den kommenden Tagen. Herzliche Glückwünsche an die Preisträger/innen!

Aufpumpen, Kette ölen…

…und in die Pedale treten. Zur Straße des Bohrhammers. Zur Eröffnung des 9. International Cycling Film Festival 2014. Ankunft: um 20.00 Uhr.

Ringring: Wir sehen uns!